Der Ferrari Roma ist ein Gran Turismo im klassischen Sinn: ein Coupé mit V8 unter der langen Haube, zwei Sitzen für die Reise und zwei kleinen Plätzen dahinter. Seine 620 PS hält er meist im Hintergrund, und genau darin liegt seine Stärke, wenn ein Wagen Sie nicht einen Tag, sondern Monate begleitet. Neu gebaut wird das Coupé nicht mehr: Im Juli 2025 hat Ferrari den Amalfi als Nachfolger vorgestellt.
Gran Turismo: die Idee hinter dem Roma
Gran Turismo heißt frei übersetzt große Tour. Gemeint ist ein Wagen, mit dem Sie weite Strecken schnell und bequem zurücklegen und ausgeruht ankommen. Für auto motor und sport (öffnet in neuem Tab) beruht der Mythos von Ferrari neben den Rennwagen vor allem auf solchen Gran Turismo, und in genau diese Linie stellt sich der Roma.
Vorgestellt wurde er am 13. November 2019 in Rom, als Coupé mit Front-Mittelmotor und 2+ Sitzen. Ferrari versteht ihn als heutige Fassung des unbeschwerten Lebens, das Rom in den 1950er und 1960er Jahren prägte. In der Pressemitteilung von Ferrari (öffnet in neuem Tab) heißt das Konzept „La Nuova Dolce Vita“.
Design ohne Zierrat
Als Vorbild nennt Ferrari die großen Gran Turismo der 1960er Jahre: Frontmotor, schlichte Formen, ein Fastback mit 2+ Sitzen. Lufteinlässe und Verzierungen fehlen, gekühlt wird über Flächen, die nur dort perforiert sind, wo es nötig ist. Auch die Scuderia-Ferrari-Schilder an den Flanken hat Ferrari weggelassen, wie bei den Straßenwagen der 1950er Jahre. Der bewegliche Spoiler sitzt in der Heckscheibe und bleibt bis 100 km/h flach; die kleinen Rückleuchten vergleicht Ferrari mit eingesetzten Edelsteinen.
Motor und Getriebe: viel Kraft, die sich zurückhält
Unter der Haube arbeitet ein V8 mit 3,9 Litern Hubraum und zwei Turboladern, aus der Motorenfamilie, die vier Jahre in Folge zum International Engine of the Year gewählt wurde. Im Roma leistet er 620 PS. Für den Alltag zählt vor allem, wie Ferrari die Kraft freigibt: Eine eigene Steuerung dosiert das Drehmoment je nach Gang, bis zu 760 Newtonmeter in den oberen Gängen. So zieht der Wagen in den unteren Gängen gleichmäßig an, in den oberen senken lange Übersetzungen den Verbrauch.
Geschaltet wird über ein Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen, abgeleitet aus dem SF90 Stradale. Am Lenkrad wählen Sie über das Manettino zwischen fünf Stellungen, von Wet über Comfort und Sport bis Race und ESC-Off; im Roma gab es diese Wahl zum ersten Mal in einem Gran Turismo von Ferrari.
Eckdaten des Coupés
Die wichtigsten Werte nach Angaben von Ferrari und dem ADAC-Autokatalog (öffnet in neuem Tab):
- Motor: V8 mit zwei Turboladern, 3.855 cm³, 620 PS, 760 Nm
- Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h
- Antrieb: Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, Hinterradantrieb
- Maße: 4,66 Meter lang, 1,97 Meter breit, 1,30 Meter hoch, Radstand 2,67 Meter
- Gewicht und Tank: 1.570 Kilogramm Leergewicht, 80 Liter Tankinhalt
- Raum: vier Sitze (2+), Kofferraum 272 Liter
Innenraum: zwei Zellen für Fahrer und Beifahrer
Innen folgt der Roma einer Idee, die zum Reisen zu zweit passt. Ferrari teilt den Raum in zwei fast symmetrische Zellen, eine für den Fahrer, eine für den Beifahrer, und spricht vom Dual Cockpit. Der Beifahrer soll sich beteiligt fühlen, fast wie ein Co-Pilot; auf Wunsch bekommt er dafür ein eigenes Display. Der Roma aus der Kollektion von AVERON hat es.
Die Tasten für das Getriebe sitzen in einer Metallplatte, die an die offenen Schaltkulissen früherer Ferrari erinnert, und die Sitze lassen sich vielfach verstellen. Kritik gab es an der Bedienung: auto motor und sport fand die berührungsempfindlichen Tasten am Lenkrad umständlich und den zentralen Bildschirm nicht besonders schnell. Beim Nachfolger kehrt Ferrari zu echten Tasten zurück.
2+ statt 2+2: Sitze, Kofferraum und Gepäck
Der Roma hat vier Sitze. Vorn sitzen zwei Erwachsene mit viel Platz, die beiden hinteren Plätze sind knapp und eher für Kinder gedacht; sinnvoll sind sie auch als Ablage für Mantel und Tasche.
Das Prinzip hat Tradition. Schon beim 250 GT 2+2 von 1960 (öffnet in neuem Tab), laut Ferrari dem ersten Viersitzer der Marke, der in großem Stil gebaut wurde, mussten die Vordersitze nach vorn rücken, damit hinten genug Platz für die Beine blieb.

Der Kofferraum fasst 272 Liter, mit umgelegten Rücksitzlehnen laut auto motor und sport bis zu 345 Liter. Für zwei Reisende reicht das, wenn Sie mit weichen Taschen statt mit großen Hartschalenkoffern packen. Wer regelmäßig zu viert oder mit viel Gepäck unterwegs ist, braucht einen anderen Wagen.
Kurz erklärt: 2+
Ferrari schreibt beim Roma 2+ statt 2+2. Gemeint sind zwei vollwertige Plätze vorn und zwei kleine dahinter. Beim Nachfolger Amalfi nennt Ferrari den Zweck ausdrücklich: mehr Platz für Gepäck und Fahrten mit Kindern.
Der Ferrari Roma im Alltag: wie er sich über Monate fährt
Ein Test dauert ein paar Tage. Über Monate zählen andere Dinge: die Stadt, die lange Strecke, das Wetter und die Termine.
In der Stadt
Mit 4,66 Metern Länge und 1,97 Metern Breite ist der Roma kein kleines Auto, und bei 1,30 Metern Höhe sitzen Sie tief. Im Stop-and-go schaltet das Getriebe laut Ferrari besonders angenehm. Die Bremse spricht laut auto motor und sport dagegen so bissig an, dass ein weiches Anhalten an der Kreuzung Gefühl verlangt. Beim Einparken hilft, sofern verbaut, eine Kamera mit Rundumsicht.
Auf Reisen und langen Strecken
Hier ist der Roma in seinem Element. Im Test von auto motor und sport hält er auf der Autobahn bei jedem Tempo sauber die Spur, und das adaptive Fahrwerk bügelt in der Stellung Comfort Unebenheiten souverän aus; Stabilität geht dabei vor Weichheit. Auf Wunsch hält ein Abstandstempomat die Distanz zum Vordermann. Der Tank fasst 80 Liter.
Bei Regen und Kälte
620 PS an der Hinterachse verlangen auf nasser Straße Respekt, auch das steht im Test. Das Manettino hat dafür die Stellung Wet. Der Roma rollt auf 20-Zoll-Rädern mit breiten Reifen; für die kalte Jahreszeit gehören Winterreifen dazu.
Service und Reifen
Ferrari sieht für die regelmäßige Wartung ein Intervall von 20.000 Kilometern oder einem Jahr vor. Über einige Monate kann also neben dem Reifenwechsel auch ein Service fällig werden. Bei AVERON gilt: Steht ein Service oder der Reifenwechsel an, meldet sich Ihr Concierge von selbst.
Für wen der Roma passt
Der Roma passt zu zwei Menschen, die gern reisen und dabei nicht auffallen müssen. Seine Form soll die Leistung laut Ferrari eher verbergen als ausstellen; so wirkt er auch vor einem Hotel oder bei einem geschäftlichen Termin zurückhaltend. In der Kollektion von AVERON steht er für zwei Anlässe: Gran Turismo und Reise sowie Repräsentation. Wer ihn beruflich nutzen möchte, findet im Beitrag zum Sportwagen als Firmenwagen, was steuerlich zählt.
Weniger passt er, wenn regelmäßig Kinder und viel Gepäck mitfahren, wenn Sie offen fahren möchten oder wenn das Fahren selbst der Anlass ist. Welcher Sportwagen zu Ihnen passt, ordnet ein eigener Beitrag nach Charakteren.
Roma Spider und Nachfolger Amalfi: der aktuelle Stand
Das Coupé wird nicht mehr neu gebaut: Der ADAC-Autokatalog führt es von August 2020 bis Dezember 2024. Im März 2023 stellte Ferrari den Roma Spider vor, mit einem Stoffverdeck, wie es Ferrari bei einem Wagen mit Frontmotor zuletzt 1969 beim 365 GTS4 verbaut hatte. Ihn führt der Katalog bis März 2026.
Am 1. Juli 2025 hat Ferrari den Amalfi vorgestellt (öffnet in neuem Tab), der den Roma im Programm ersetzt; im März 2026 folgte der Amalfi Spider. Der Amalfi bleibt beim Konzept: ein 2+ Coupé mit V8 vorn, jetzt mit 640 PS und wieder mit echten Tasten am Lenkrad. Sein Design orientiert sich laut Ferrari an den Proportionen des Roma. Wer heute einen Roma fahren möchte, fährt also ein vorhandenes Fahrzeug aus einer abgeschlossenen Generation.
Häufige Fragen zum Ferrari Roma
Ist der Ferrari Roma ein echter Gran Turismo?
Ja. Ferrari stellt ihn in die Tradition seiner Gran Turismo mit Frontmotor: V8 vorn, Fastback, 2+ Sitze und ein Innenraum für lange Strecken. Sein Fahrwerk setzt dabei eher auf Stabilität als auf weiches Federn.
Wie viele Sitze hat der Ferrari Roma?
Vier. Zwei vollwertige Sitze vorn und zwei kleine hinten, die sich für Kinder oder als Ablage eignen; Ferrari spricht deshalb von einem 2+.
Wie groß ist der Kofferraum des Ferrari Roma?
272 Liter, mit umgelegten Rücksitzlehnen bis zu 345 Liter. Für zwei Reisende reicht das, wenn Sie mit weichen Taschen packen.
Wird der Ferrari Roma noch gebaut?
Nein. Der ADAC-Autokatalog führt das Coupé bis Dezember 2024, und seit Juli 2025 ersetzt der Ferrari Amalfi den Roma im Programm von Ferrari. Offen gibt es inzwischen den Amalfi Spider.
Den Roma bei AVERON fahren
In der Kollektion von AVERON steht ein silberner Roma: ein eigenes Fahrzeug, fotografiert, wie er ist. AVERON ist der private Automobil-Concierge aus Helsa bei Kassel und für längere Zeiträume gedacht: eine Saison, ein Projekt, eine Übergangszeit. Wie lange genau, legen wir gemeinsam im Gespräch fest. Für einzelne Tage sind wir nicht die Richtigen.
Was zur Begleitung gehört, legen wir mit Ihnen fest. Meist geht es um die Übergabe an Ihrem Ort, um Pflege und Aufbereitung, um Service- und Reifentermine und um einen Ansprechpartner, der sich um all das kümmert. Was ein Automobil-Concierge übernimmt und woran Sie einen guten erkennen, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.
Ihr Concierge bringt den Wagen zu Ihnen, dort, wo es Ihnen passt. Den Ort besprechen wir im Gespräch. Wir halten Fahrzeug, Zeitraum und Konditionen schriftlich fest.

Ferrari ROMA
- Anlass
- Gran Turismo und Reise
- Charakter
- Gran Turismo
Ein ruhiger Gran Turismo mit V8 unter langer Haube, gebaut für lange Strecken zu zweit.
Im Gespräch vormerken


