Ein Sportwagen für eine Saison heißt: Sie fahren etwa von April bis Oktober ein offenes Fahrzeug mit Charakter und geben es im Herbst zurück. Zu planen sind der passende Charakter, der Zeitraum, die Übergabe und das Ende der Saison. Anders als beim eigenen Cabrio mit Saisonkennzeichen bleibt danach keine Winterfrage offen.
Wann die Cabrio-Saison beginnt und endet
Einen Stichtag gibt es nicht. Die Saison im Offenen beginnt, wenn die Mittage warm genug für ein geöffnetes Dach sind, und sie endet, wenn Nässe und Kälte zurückkehren. Als Rahmen eignen sich die Monate von April bis Oktober: Vorher sind die Nächte oft noch frostig, danach werden die Tage kurz und nass.
An den Rändern der Saison wechselt das Wetter oft innerhalb eines Tages. Im April und im Oktober bleibt das Dach am Morgen meist geschlossen und geht erst am Mittag auf. Deshalb lohnt ein Verdeck, das sich während der Fahrt bedienen lässt; bei beiden offenen Fahrzeugen der Kollektion ist das so.
Ob Ihre Saison im April beginnt oder erst im Mai und ob sie fünf Monate dauert oder sieben, hängt weniger vom Kalender ab als von Ihrem Jahr: von Reisen, Terminen und den Strecken, auf die Sie sich freuen.
Roadster oder Gran Turismo: welcher Charakter zu Ihrem Sommer passt
Offen ist nicht gleich offen. Ein Roadster für zwei, bei dem das Fahren selbst der Anlass ist, fühlt sich über Monate anders an als ein Gran Turismo mit Stoffverdeck, der lange Strecken und Gepäck mitmacht. Drei Überlegungen helfen bei der Wahl:
- Mit wem Sie fahren: allein, zu zweit oder gelegentlich mit Kindern auf den hinteren Plätzen.
- Wohin Sie fahren: kurze Runden über Landstraßen oder Reisen über mehrere Tage.
- Wie ruhig es sein soll: wenn das Dach geschlossen ist und die Autobahn lang wird.
Der Audi R8 Spyder ist der Roadster unter den offenen Fahrzeugen der Kollektion: zwei Sitze, ein V10-Saugmotor im Rücken, die Kraft allein auf den Hinterrädern. Sein Stoffverdeck ist nach Angaben von Audi (öffnet in neuem Tab) in 20 Sekunden zusammengefaltet, auch während der Fahrt bis 50 km/h. Der Gepäckraum im Bug fasst 112 Liter, genug für weiche Taschen, zu wenig für große Koffer. Gebaut hat Audi den R8 bis 2024.

Audi R8 RWD Spyder
- Anlass
- Saison im Offenen
- Charakter
- Offen
Ein offener V10 ohne Turbo, dessen Kraft allein auf die Hinterräder geht.
Im Gespräch vormerkenDer Mercedes-AMG SL 63 ist der Gran Turismo unter den beiden: vorn zwei vollwertige Sitze, dahinter zwei Notsitze für Personen bis 1,50 Meter oder für Gepäck, dazu 213 Liter Kofferraum und Allradantrieb. Sein Stoffverdeck öffnet in 15 Sekunden und lässt sich bis 60 km/h bedienen, so der ADAC in seinem Test des SL (öffnet in neuem Tab). Wer eine Saison mit Reisen plant, ist mit ihm entspannter unterwegs.
Welcher Sportwagen zu Ihnen passt, wenn es nicht offen sein muss, beschreibt ein eigener Beitrag über die fünf Charaktere der Kollektion.
Saisonkennzeichen oder ein Sportwagen für eine Saison
Wer ein eigenes Cabrio für den Sommer hat, kann es mit einem Saisonkennzeichen zulassen. Die Regeln dafür stehen in § 10 Absatz 3 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (öffnet in neuem Tab). Laut dem Überblick des ADAC zum Saisonkennzeichen (öffnet in neuem Tab) werden Kfz-Steuer und Versicherungsbeitrag nur für die Monate des Betriebszeitraums berechnet; in den übrigen Monaten gilt eine Ruheversicherung, die das Fahren auf öffentlichen Straßen nicht einschließt.
Das Saisonkennzeichen in Kürze
Der Betriebszeitraum wird in vollen Monaten bemessen, mindestens zwei und höchstens elf. Er steht als amtlicher Zusatz auf dem Kennzeichen, etwa 04 und 10 für April bis Oktober. Außerhalb dieses Zeitraums darf das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen weder bewegt noch abgestellt werden.
Das hat einen Vorteil und eine Grenze. Sie müssen nicht zweimal im Jahr zur Zulassungsbehörde, doch der Zeitraum steht fest: Soll die Saison länger dauern, braucht es nach Auskunft des ADAC einen Antrag auf ein neues Saisonkennzeichen mit anderem Zeitraum.
Andere Folgen werden erst im Herbst sichtbar. Bei einem Zeitraum von April bis Oktober braucht das Cabrio von November bis März einen Platz auf Privatgrund, am besten eine trockene Garage. Und es will für den Winter vorbereitet werden: Der ADAC zählt zwölf Handgriffe fürs Einmotten eines Cabrios (öffnet in neuem Tab) auf, vom Ölwechsel über das Laden der Batterie etwa alle zwei Monate bis zum erhöhten Reifendruck oder dem aufgebockten Wagen. Im Frühjahr geht es denselben Weg zurück, bevor die erste Fahrt ansteht.
Die Alternative zum Saisonkennzeichen kehrt das um: Ein Sportwagen für eine Saison beginnt mit der Übergabe und endet mit der Rückgabe, und seinen Zeitraum legen wir im Gespräch fest, nicht auf einem Schild. Einmotten, Winterplatz und Frühjahrs-Check fallen für Sie weg.
Das eigene Cabrio bleibt die bessere Wahl, wenn Sie ein bestimmtes Fahrzeug über viele Jahre fahren möchten und die Garage ohnehin vorhanden ist. Ob Sie ein Fahrzeug dieser Klasse besser kaufen, leasen oder nutzen, hängt von mehr ab als vom Sommer; diesem Vergleich widmet sich ein eigener Beitrag.
Die Saison planen: vom Winter bis zur Rückgabe
Eine gut geplante Saison hat vier Stationen, und die meisten Entscheidungen fallen, bevor das Verdeck zum ersten Mal aufgeht:
- Im Winter: das Gespräch über Charakter, Zeitraum und Ort der Übergabe.
- Vor dem Start: das Arrangement, schriftlich, und die Übergabe an Ihrem Ort.
- In der Saison: Sie fahren, um das Drumherum kümmert sich Ihr Concierge.
- Im Herbst: die Rückgabe, ohne Einmotten und ohne Winterplatz.
Im Winter: das Gespräch
Die ruhigste Zeit, über den Sommer zu sprechen, ist der Winter. Im Gespräch schildern Sie, wofür und wie lange Sie ein Fahrzeug suchen, am Telefon, per E-Mail oder persönlich bei uns in Helsa. Hilfreich sind drei Angaben: wann Ihre Saison beginnen soll, wo Sie den Wagen übernehmen möchten und was Sie mit ihm vorhaben. Es gibt keinen Antrag und keine Bewerbung; was wir von Ihnen brauchen, besprechen wir persönlich.
Vor dem Start: Arrangement und Übergabe
Wir halten Fahrzeug, Zeitraum und Konditionen schriftlich fest, damit Sie vorher wissen, woran Sie sind. Zum Beginn Ihrer Saison bringt Ihr Concierge den Wagen zu Ihnen und erklärt, was zu erklären ist. Übergeben wird dort, wo es Ihnen passt, ob zu Hause, im Büro oder an einem anderen Ort; den Ort besprechen wir im Gespräch.
In der Saison: Sie fahren
Was zur Begleitung gehört, legen wir mit Ihnen fest. Meist geht es um die Übergabe an Ihrem Ort, um Pflege und Aufbereitung, um Service- und Reifentermine und um einen Ansprechpartner, der sich um all das kümmert. Steht ein Service oder der Reifenwechsel an, meldet sich Ihr Concierge von selbst. Was ein Automobil-Concierge übernimmt und woran Sie einen guten erkennen, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.
Im Herbst: Rückgabe statt Einlagerung
Mit dem Ende des vereinbarten Zeitraums geben Sie den Wagen zurück. Kein Einmotten, kein Winterplatz und später kein Verkauf. Ein Name, vom ersten Gespräch bis zur Rückgabe.
Für die Monate danach gilt: Wenn Sie zur neuen Saison etwas anderes fahren möchten, sprechen Sie uns an. Ob und wann ein Wechsel möglich ist, klären wir mit Ihnen persönlich.
Was den Sommer im Offenen angenehm macht
Ein paar Gewohnheiten machen aus schönen Fahrten eine gute Saison:
- Die kühlen Stunden nutzen. An heißen Tagen gehören der Morgen und der Abend dem offenen Dach; mittags fährt es sich geschlossen angenehmer.
- Kopf und Augen schützen. Eine Kappe, die auch im Fahrtwind sitzt, und eine gute Sonnenbrille gehören ins Handschuhfach.
- Das Verdeck trocken falten. Nach einem Schauer bleibt ein Stoffverdeck geschlossen, bis es trocken ist; feucht zusammengefaltet kann es Stockflecken bekommen.
- Weich packen. In kleine Kofferräume passen weiche Taschen besser als Hartschalenkoffer.
Häufige Fragen zum Sportwagen für eine Saison
Wann beginnt die Cabrio-Saison in Deutschland?
Einen festen Termin gibt es nicht. Als Rahmen eignen sich die Monate von April bis Oktober; wann Ihre Saison genau beginnt, richtet sich nach Wetter, Reisen und Terminen.
Brauche ich ein Saisonkennzeichen, wenn ich einen Sportwagen nur für eine Saison fahre?
Ein Saisonkennzeichen beantragt, wer ein eigenes Fahrzeug nur für einen Teil des Jahres zulassen möchte. Fahren Sie einen Sportwagen, der Ihnen nicht gehört, für eine Saison und geben ihn danach zurück, stellt sich die Frage nach dem Winterplatz für Sie nicht.
Wie lange dauert eine Saison mit AVERON?
AVERON ist für längere Zeiträume gedacht: eine Saison, ein Projekt, eine Übergangszeit. Wie lange genau, legen wir gemeinsam im Gespräch fest.
Geht es auch für ein paar Tage im Sommer?
Für einzelne Tage sind wir nicht die Richtigen. AVERON begleitet ausschließlich längere Zeiträume, damit wir uns um Sie und Ihr Fahrzeug wirklich kümmern können.
Wovon hängen die Konditionen für eine Saison ab?
Von Fahrzeug, Zeitraum und dem, was zur Begleitung gehört. Weil es keine zwei gleichen Arrangements gibt, besprechen wir die Konditionen mit Ihnen persönlich und halten sie danach schriftlich fest. Das Gespräch ist unverbindlich.



